Archiv für Februar, 2013

Informationen zur Maschinenversicherung

Die Maschinenversicherung gehört zu den Technischen Versicherungen  Wir wollen Ihnen mit diesem Beitrag eine scheinbar schwierige Thematik näher bringen.

Für wen ist die Maschinenversicherung (MAV)? Sie ist für Unternehmen gedacht, deren Produktionsabläufe in einem hohen Maß von der eingesetzten Technologie abhängig sind.

Das sind zum Beispiel:

  • Bauunternehmen oder Vermieter von Baumaschinen für Bagger, Raupen, Drehturmkräne
  • Unternehmen der Druck- und Verlagsindustrie für deren Verarbeitungs-„Straßen“ und Druckmaschinen
  • Holz- und Metallbearbeitung für Sägen oder Pressen, Dreh-, Fräs- und Bohrmaschinen,
  • Firmen mit komplexen technischen Anlagen wie in der Genussmittelindustrie oder bei der Energiegewinnung wie Turbinen oder Windkraftanlagen

Was ist versichert?

Versicherungsschutz wird bei unvorhergesehenen Sachschäden an den Maschinen undAnlagen gewährt. Geleistet wird bei Teil- und Totalschäden. Erfahrungsgemäß sind Reparaturen am häufigsten. Der Versicherungsschutz gilt auch dann, wenn ein Mitarbeiter mutwillig eine Maschine zerstört oder der Schaden eintritt, weil eine Sicherungseinrichtung versagt hat. Darüber hinaus können entgangene Betriebsgewinne zusätzlich abgesichert werden.

Was ist nicht versichert?

Schäden durch normalen Verschleiß bleiben ausgeschlossen. Nicht versichert sind außerdem:

  • Hilfs- und Betriebsstoffe (z. B. Brennstoffe, Reinigungs- oder Schmiermittel),
  • Werkzeuge aller Art (z. B. Bohrer, Messer, Sägeblätter)
  • sonstige Teile, die erfahrungsgemäß mehrfach ausgetauscht werden müssen (z.B. Schläuche, Filter, Siebe).

Welche Risiken sind grundsätzlich versicherbar?

Bei der Versicherung der Risiken werden die Maschinen in zwei Gruppen getrennt: Stationäre und fahrbare Maschinen.

Stationäre Maschinen

Gemeint sind die ortsgebundenen Maschinen wie Druck-, Fräs-, Bohrmaschinen. Vertragsgrundlage sind die Allgemeinen Maschinen-Versicherungsbedingungen (AMB) und es gilt nur eine Deckung („volle Deckung“). Abgesichert sind Schäden durch

  • menschliches Versagen (z. B. Ungeschicklichkeit, Böswilligkeit)
  • technische Gefahren (z. B. Konstruktionsfehler, Wassermangel im Dampfkessel, Zerreißen durch Fliehkräfte, Überdruck, Versagen von Messtechnik)
  • höhere Gewalt (z. B. Sturm, Frost, Eisgang)

Besonderheiten, die in der Beratung zur stationären MAV zu beachten sind:

  • Das Feuerrisiko ist für stationäre Maschinen in der Regel nicht mitversichert.
  • Das gilt auch für die Diebstahlversicherung, da es sich bei den stationären Maschinen häufig um große und schwere Maschinen oder Anlagen handelt. Vandalismus ist aber versichert.
  • Nehmen Sie auf Grund dieser Einschränkungen die stationären Maschinen in die Inhaltsversicherung mit auf. Sie vermeiden damit außerdem eine Unterversicherung.

Fahrbare Maschinen

Fahrbare (mobile) Maschinen sind z. B. Drehturmkräne, diverse Hebegeräte, die an verschiedenen Orten vielseitiger eingesetzt werden und für die deshalb zusätzliche Risiken abzusichern sind.

Versicherungsgrundlage sind die Allgemeinen Versicherungsbedingungen für die Maschinen-und Kaskoversicherung von fahrbaren oder transportablen Geräten (ABMG). Sie beinhaltet die „volle“ Deckung bzw. Kaskodeckung und innere Betriebsschäden. Abgesichert sind Schäden durch

  • menschliches Versagen (z. B. Bedienungsfehler, Fahrlässigkeit, Böswilligkeit)
  • technische Gefahren (z. B. Materialfehler, Öl- und Schmiermittelmangel, Versagen von Steuerungstechnik)
  • Brand, Blitzschlag, Explosion
  • Glasbruch
  • höhere Gewalt und Elementarschäden

Im Gegensatz zur stationären MAV kann variiert werden: Innere Betriebsschäden (Klausel TK 3252) können ausgeschlossen werden. Außerdem kann eine Maschinenteil-Deckung gewählt werden. Sie entspricht vergleichsweise der KFZ-Teilkaskoversicherung. Der Versicherungsschutz beschränkt sich insbesondere auf Feuer, Diebstahl, höhere Gewalt und Glasbruch.

Besonderheiten, die in der Beratung zur fahrbaren (mobilen) MAV zu beachten sind:

  • Mobile Technik ist in der Regel kein Bestandteil der Inhaltsversicherung.
  • Eine GAP-Deckung ist möglich.

Wie wird die Versicherungssumme ermittelt?

Die Versicherungssumme ist der jeweils gültige Listenpreis (Neuwert) einschließlich der Bezugskosten wie Verpackung, Fracht, Zölle und Montage.

Was beeinflusst den Beitrag?

Grundlage ist zunächst die Risikoeinschätzung: Was ist es für ein Betrieb und um welche Maschinen handelt es sich? Der Hersteller und Maschinentyp haben ebenfalls Einfluss auf die Prämie. Weitere Kriterien sind das Alter der Maschine und eventuelle Vorschäden. Durch die Vereinbarung einer Selbstbeteiligung können Sie den Unternehmer finanziell entlasten.

Maschinen die älter als fünf Jahre sind, müssen angefragt werden.

Eine alles umfassendes Konzept aufzustellen ist schwierig, aber mit der Deckungsnote der Zurich zur MAV haben wir eine Möglichkeit geschaffen, Sie beim Finden des passenden Tarifes zu unterstützen. Wenn Sie Hilfe bei der Einschätzung des Risikos und/ oder Vergleichsangebote benötigen, können Sie unseren Anfragebogen nutzen. Neben der Zurich arbeiten wir auf diesem Gebiet mit weiteren erfahrenen Anbietern. Dazugehören unter Anderen die Alte Leipziger, die Württembergische, die Nationalen Suisse und die Inter Versicherung.

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D&O-Versicherung – Der Existenzschutz für Manager

Bei den Fachleuten der D&O-Versicherung (Directors & Officers) hat der Start in das neue Jahr scheinbar unruhig begonnen. Im VersicherungsJournal vom 29.01.2013 wird von einem Großschaden berichtet, der ohne Gerichtsverfahren und ohne Vergleich reguliert worden ist. Der Versicherer will nicht genannt werden, aus Angst vor Trittbrettfahrern.

Unabhängig von allen Veröffentlichungen und Diskussionen stellen wir im Tagesgeschäft immer wieder fest: Dem bestehenden Versicherungsbedarf wird momentan zu höchstens einem Fünftel entsprochen. Vermutlich auch deshalb, weil die Thematik sehr speziell ist und die Angebotsanfragen vergleichsweise zu anderen Sparten aufwendiger sind.

Die D&O Versicherung ist eine Vermögensschaden-Haftpflicht für Vorstände, leitende Angestellte, Geschäftsführer bzw. die Berufshaftpflicht der Manager. Sie schützt deren Privatvermögen und bietet eine Absicherung bei Schadenersatzansprüchen von Kunden und Lieferanten (Außenverhältnis) und bei Ansprüchen des Unternehmens (Innenverhältnis). Und sie übernimmt eine Rechtsschutzfunktion, wenn es um den Entlastungsbeweis geht.

Anhand der Schadenbeispiele lassen sich Sinn und Zweck der D&O-Versicherung am verständlichsten nachvollziehen. Die Schadenbeispiele zeigen aber auch, dass das Produkt sich längst nicht mehr nur auf große Konzerne beschränkt. Inzwischen gibt es Tarife für Vereins- und Stiftungs-Vorstände. Darüber hinaus kann ein leitendender Angestellter seinen eigenen D&O-Vertrag abschließen und ist damit arbeitgeberunabhängig.

Wir haben erste gute Erfahrungen unter Anderem mit der Allianz, Ergo, Gothaer sowie der VOV GmbH und Rastor sammeln können. Die beiden letzteren sind D&O-spezifisch ausgerichtet. Wir empfehlen Ihnen, dieses Produkt mehr zu nutzen, denn es schützt die Existenz von Menschen die bereit sind, eine hohe berufliche Verantwortung einzugehen. Auf Anfrage lassen wir Ihnen gerne ein unverbindliches und persönliches Angebot erstellen.

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